In der öffentlichen Diskussion wird Compliance zumeist nur mit Großunternehmen in Verbindung gebracht. Dies ist jedoch ein Irrtum, der Geschäftsführer in die Haftung treiben kann.
Sicher hängt das auch mit dem Begriff zusammen. Benutzt man Begriffe wie Schadensvermeidung und Risikoprävention, fühlen sich bereits mehr Unternehmen angesprochen.

Was gehört zur Compliance?

Den meisten Geschäftsführern ist bewusst, dass Sie für eigene Gesetzesverstöße haften. Nur den wenigsten ist jedoch bewusst, dass der Geschäftsführer Gesetzesverstöße auch im Unternehmen verhindern muss. Natürlich kann der Geschäftsführer nicht überall sein, aber er kann das Unternehmen so organisieren, dass die typischen Gefahren gebannt werden. Bekannt sind in diesem Zusammenhang Regelungen für das Annehmen von Geschenken, aber es geht zum Beispiel auch um die Sicherheitsstandards der produzierten Produkte oder schlicht um Anweisungen an den Einkauf, nur TÜV-geprüfte Werkzeuge für die Mitarbeiter zu beschaffen.
Ausnahmslos jedes Risiko kann ein Geschäftsführer nicht bedenken – sonst käme er wohl nicht mehr zu seiner eigentlichen Aufgabe. Die Gerichte haben daher entschieden, dass die Pflichten nach Art, Größe und Organisation des Unternehmens unterschiedlich stark sind. Wichtig ist jedoch im Schadensfall beweisen zu können, dass der Geschäftsführer überhaupt die wesentlichen Risiken des Unternehmens untersucht, berücksichtigt und angesprochen hat. Ansonsten war die Vorbereitung und Abwehr von Risiken in jedem Fall unzureichend.

Nur ein Team an vernetzten Experten kann die Compliance sichern!

Die Organisation der Überwachung und Schadensabwehr kann ganz unterschiedliche Aspekte haben. Wir empfehlen neben den „händischen“ Kontrollen auch auf prozessoptimierte Abläufe zu setzen. Berichts- und Kontrollprozesse können automatisiert über die IT abgebildet werden, das 4-Augen-Prinzip kann bei vielen Einwänden helfen. Wo der Geschäftsführer ausreichend tätig geworden ist, sind Restrisiken zu versichern. Eventuell hilft eine gute Compliance auch bei der Verhandlung um Rabatte für Versicherungspakete.
All diese Aspekte können Ihre Berater nur optimal berücksichtigen, wenn Sie miteinander eng zusammenarbeiten. Ihr IT-Spezialist weiß sicher sehr gut, wie er Zugänge zu E-Mail-Konten, Datenbanken und -strömen der Mitarbeiter für den Geschäftsführer einrichtet – aber nur Ihr Anwalt kann Ihnen sagen, auf welche Weise die Mitarbeiter vorher aufgeklärt und um Zustimmung gebeten werden müssen.
Damit die einzelnen Berater Ihnen das Optimum vorschlagen, müssen sie vernetzt arbeiten: wie Dreyfield & Partner.

Ihr Ansprechpartner

Michael Semder (Jhg. 1983) ist Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Dr. Schreier & Partner in Hamburg. Er schloss ein auf das Wirtschaftsrecht ausgerichtetes Studium an der Bucerius Law School ab....

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